Das Goethe-Institut Litauen und das Thomas-Mann-Kulturzentrum laden Studierende von Universitäten und Hochschulen ein, Essays für den Wettbewerb des 30. Internationalen Thomas-Mann-Festivals einzureichen.

Das Festival findet vom 11. bis 18. Juli 2026 in Nida statt, und das diesjährige Thema lautet „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“.

Die drei ausgewählten Essayautor*innen werden zum Festival eingeladen. Ihre Reise innerhalb Litauens nach Nida sowie drei Übernachtungen werden übernommen. Sie präsentieren ihre Texte öffentlich vor dem Festivalpublikum und können weitere Veranstaltungen des Festivals besuchen. Ihre Essays werden auf den Webseiten und/oder in den sozialen Netzwerken des Thomas-Mann-Kulturzentrums und seiner Partner auf Litauisch und Deutsch veröffentlicht.

Teilnahmebedingungen

  • Teilnehmen können Studierende von Universitäten und Hochschulen; eine Teilnahme ist höchstens zwei Jahre in Folge möglich.
  • Das Essay muss in litauischer oder deutscher Sprache zum Festivalthema verfasst sein.
  • Umfang: 1300–2000 Wörter (4–7 Seiten), Format: Word. Essays, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden nicht bewertet.
  • Einsendungen bitte per E-Mail an mann@mann.lt bis zum 8. Juni 2026.
  • Bitte geben Sie in der E-Mail Ihren Namen, Studiengang und Ihre Hochschule an.
  • Die eingereichten Arbeiten werden von einer Jury bewertet.
  • Die Ergebnisse werden am 18. Juni 2026 auf www.mann.lt bekannt gegeben.

Das Thema

Das Thomas-Mann-Festival wird jedes Jahr nach Themen gestaltet, die wichtige Fragen der Gegenwart widerspiegeln. Im dreijährigen Zyklus wurden die drei großen Tugenden als Leitmotive gewählt. Im vergangenen Jahr stand der Glaube im Mittelpunkt, in diesem Jahr richtet sich der Blick auf die Hoffnung. Wenn Shakespeares Hamlet über die ihn umgebende Welt spricht, sagt er, die Zeit sei „aus den Fugen“. Diese Beschreibung, so die Vorsitzende des Festival-Kuratoriums Irena Vaišvilaitė, fordere dazu auf, „Haltungen des Überlebens und des inneren Standhaltens in radikalen Umbrüchen zu erkennen, in denen die Konturen der vertrauten Welt zu verschwimmen oder einzustürzen beginnen“.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird Hoffnung oft psychologisch und emotional verstanden – als optimistische Erwartung, die auf das Beste hofft. Die Tugend der Hoffnung hingegen bedeutet nicht den Glauben, dass sich alles irgendwie fügen wird oder dass Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Sie ist vielmehr ein Blick in die Tiefe einer komplexen und oft feindlichen Wirklichkeit – durch das eigene Dasein in der Welt, durch die geistige Tiefe im Menschen. Hoffnung ist daher kein Gefühl, sondern eine willentliche und aktive Haltung der Geduld und der Standhaftigkeit.
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Um das Essay-Genre besser zu verstehen, empfiehlt sich ein Blick in die Essays von Thomas Mann. Wenn Sie Litauisch lesen, eignen sich auch Werke von R. Rastauskas, G. Beresnevičius, oder auch Cz. Miłosz, S. Sontag und anderen Essayistinnen und Essayisten sowie die Texte früherer Preisträgerinnen und Preisträger dieses Wettbewerbs auf www.mann.lt.

Weitere Informationen: mann@mann.ltwww.mann.lt 
Tel. +370 52191502.

Veranstalter: Thomas-Mann-Kulturzentrum und das Goethe-Institut Litauen.

Dein Essay kann zu deinem Ticket für ein internationales Kulturfest in Nida werden!