Mittwoch 15. Juli 2026
22.00 Uhr Kultur- und Tourismusinformationszentrum „Agila“ in Nida
KINONACHT
In die Sonne schauen
Regie: Mascha Schilinski, Spielfilm, 149 Min., Deutschland, 2025
Moderation: Dmitrij Gluscevskij
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Litauen
In Mascha Schilinskis Film, der Publikum und Kritik in Cannes gleichermaßen begeistert hat, gerät die Zeit beinahe im wörtlichen Sinne aus den Fugen. Zum zentralen Schauplatz und zugleich zur Hauptfigur wird ein Haus in Norddeutschland. Dort lebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts Alma, später, in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg, Erika, während der Zeit der DDR Angelika und schließlich, lange nach dem Fall der Berliner Mauer, Lenka. Die Räume gleichen einem Labyrinth, in dem die Frauen über die wechselnden Zeiten hinweg Schutz suchen, das Leben um sich herum beobachten und ihre ersten Erfahrungen und Traumata durchleben. „In die Sonne schauen“ ist zweifellos ein zutiefst weiblicher, ja feministischer Film. Daher darf man sich nicht wundern, dass die Hoffnung hier nicht in Gestalt eines oberflächlichen Optimismus erscheint. Hoffnung bedeutet hier vielmehr Geduld und Standhaftigkeit angesichts schmerzhafter Erfahrungen, die sich durch die Generationen ziehen.
