Dienstag 14. Juli 2026
22.00 Uhr Kultur- und Tourismusinformationszentrum „Agila“ in Nida
KINONACHT
Irena
Regie: Giedrė Žickytė, Dokumentarfilm, 90 Min., Litauen, 2025
Filmeinführung: Ruth Leiserowitz
Moderation: Dmitrijus Gluščevskis
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.
Sie wurde verfolgt, lebte im Ghetto, verlor alle ihre Angehörigen und überlebte wie durch ein Wunder. Das Schicksal der Literatur- und Theaterwissenschaftlerin sowie Dozentin Irena Veisaitė unterscheidet sich kaum von dem Tausender anderer Juden, die im Litauen der Zwischenkriegszeit lebten. Einzigartig ist nicht das erlebte Grauen, sondern die radikal humanistische Haltung, für die sie sich für den Rest ihres Lebens entschieden hat: nicht zu vergelten, keinen Hass zu bewahren, nicht zu verurteilen und unter keinen Umständen den Glauben an die Menschlichkeit zu verlieren — sie in sich selbst wie auch in anderen zu erkennen und zu bewahren.
Der neueste Film von Giedrė Žickytė ist eine Hommage an diese herausragende Persönlichkeit der litauischen Kultur. Er ist nicht nur ein historisches Zeugnis eines für immer verlorenen Litauens, sondern auch eine hoffnungsvolle Erinnerung daran, wie die eigene Haltung die Welt verändern kann, und zugleich eine Einladung, über die Bedeutung des Dialogs neu nachzudenken.
