Überlegungen eines jungen Mannes: Europa zwischen Optimismus und Pessimismus

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2018-07-25
Domas Lavrukaitis

Ein Essay zum Thema des Thomas-Mann-Festivals 2018

Domas Lavrukaitis

Überlegungen eines jungen Mannes: Europa zwischen Optimismus und Pessimismus. 

Vom Wert und den Fesseln der historischen Erfahrung
            In diesem Text wird Europa kritisiert. Wenn man in der Gegenwart sein Verhältnis zu diesem Kontinent erörtert, dann muß man sich, scheint es, für eines von zwei Lagern entscheiden: entweder die lautstarken Populisten mit ihren Kassandrarufen auf der einen Seite oder die Progressiven und Liberalen mit ihren rosaroten Brillen, die mehr, nicht weniger, Europa wollen.

            Aber was soll man tun, wenn man zu liberal für die Konservativen und zu reaktionär für Anhänger des Fortschritts ist? Hat man dann keine Repräsentanten in der Arena der europäischen Bürgergesellschaft und, vor allem, in seinem eigenen Land?

            Das offenkundigste Symptom dieser radikalen Spaltung besteht darin, dass wir nicht mehr kritisch über unsere Gegenwart nachdenken. Während die Konservativen ständig an die Vergangenheit appellieren (beispielsweise an die Macht Großbritanniens in der Viktorianischen Ära), haben die Progressiven nur die Zukunft im Auge, also eine zukünftige europäische Föderation. Die Gegenwart und ihre Probleme verschwinden gleichsam aus dem Blickfeld der Politik, wodurch es nicht nur immer schwerer wird, mit neuen Herausforderungen fertigzuwerden, sondern auch, sie einfach nur zu identifizieren.

            Im Mai 2018 äußerte Guy Verhofstadt, der Fraktionsvorsitzende der Liberalen (ALDE), anläßlich der Befragung von Mark Zuckerberg im Europäischen Parlament, dass er als Liberaler und Anhänger der freien Marktwirtschaft angesichts der Affäre um Cambridge Analytica eine Regulation des sozialen Netzwerks befürworte. Verhofstadt erinnerte auch an die Erfahrungen mit der Selbstregulierung der europäischen Banken zwischen 2006 und 2008, die mit der größten Finanzkrise seit den 1930er Jahren endete.

            Dies zeigt, woran es Europa und Litauen derzeit am meisten mangelt – an undogmatischen Sichtweisen in der Politik, an der Fähigkeit, für das gemeinsame Wohl der Bewohner unseres Kontinents ideologisch definierte Positionen aufzugeben.

            So verführerisch die gegenwärtigen öffentlichen rhetorischen Auseinandersetzungen, die von den Medien und der Public Relations Industrie angeheizt werden, auch sein mögen – bei einem derart von vornherein abgesteckten Diskussionsrahmen ist Zurückhaltung geboten. Die meisten europäischen Probleme werden nicht von nationalen oder regionalen, sondern von ideologischen Standpunkten aus erörtert, die deutlich älter als das europäische Projekt und daher ungeeignet sind, unsere Probleme zu lösen. Deshalb ist gegenwärtig nichts abträglicher für Europaals in dem einem Lager eine bedingungslose Aufnahme von Kriegsflüchtlingen zu fordern und sich in dem anderen Lager Glatzen zu rasieren und mit Fackeln auf die Straße zu gehen. Mit diesen Positionen kann man höchstens politischen Profit bei der eigenen Wählerschaft erzielen, sich aber nicht den Problemen der Gegenwart stellen.

            Kurz: Die Diskussionen über die Probleme von Europa werden erst dann von der Stelle kommen, wenn die alten politischen Kategorisierungen (Liberalismus, Konservativismus, Sozialismus) aufgegeben werden, die den gegenwärtigen Diskurs dominieren. Um es mit einem Romantitel von Michel Houellebecq auszudrücken, es ist eine Ausweitung der Sprachzonevonnöten, denn die Freiheit, zu sagen, was man möchte, ist unnütz, wenn von vornherein feststeht, wie gesprochen wird.

Die europäische Identität zwischen Universalismus und Nationalismus
           Eines der Themen, die in dieser von vornherein aufgeladenen Diskussionszone erörtert werden, ist die Suche nach gemeinsamen Werten für unseren Kontinent zur Konstruktion einer europäischen Identität. So würde zum Beispiel eine Aufnahme des westlichen Christentums in die EU-Verfassung, das zweifellos die europäische Identität entscheidend geprägt hat, zu einem „Ausschluß“ von Moslems und Juden führen. Und wenn wir die griechisch-römische Antike als grundlegende Komponente der Identität unseres Kontinents erwähnen würden, dann würden die Ukraine, Bulgarien und andere europäische Regionen, die historisch eher byzantinischer Prägung sind, ausgeschlossen.

            Was wäre also die Lösung? Eine europäische Identität ohne Christentum oder Antike formulieren? Oder sie in die EU-Verfassung aufnehmen und damit kleine kulturelle Gemeinschaften zugunsten eines großen gemeinsames Narrativs opfern? Letzteres würde leider der europäischen Tradition der Berücksichtigung von Minderheiten widersprechen und zu einer Diktatur der Mehrheit führen.

            Dieses Dilemma könnte ein Bürokrat Brüsseler Prägung ganz leicht mit dem EU-Motto United in Diversitylösen – aber kulturelle Vielfalt allein ist ja für sich genommen noch kein Wert. Narrative und Identitäten (einschließlich der europäischen) werden nun einmal ausschließlich aus Ideen erschaffen, die von historischen Ereignissen und Persönlichkeiten geprägt sind. Überdies ist eine politische Vision das Eine, ihre Verwirklichung jedoch etwas völlig Anderes.

            Außerdem sollten wir, wenn wir über Gemeinschaft, Identität und Stabilitätunseres Kontinents sprechen, die Grenzen einer solchen politischen und kulturellen Denkweise möglichst präzise umreißen. Schließlich bilden diese drei Werte – in Gestalt der Begriffe „Gemeinschaftlichkeit, Einheitlichkeit und Beständigkeit“ – das Motto des dystopischen Weltstaates in Aldous Huxleys Roman Schöne neue Welt. Er markiert neben den anderen großen Antiutopien – George Orwells 1984, Jewgenij Samjatins Wirund Arthur Koestlers Sonnenfinsternis– eine Diskursgrenze, die besser nicht verletzt werden sollte.

            Es geht um ein mechanisch konstruiertes Gefühl der Zugehörigkeit zu einem politischen Gebilde, das allzu schnell zur Legitimation einer Politik der starken Hand mißbraucht werden kann. Natürlich läßt sich das Europa der Gegenwart nicht mit den literarischen Dystopien des zwanzigsten Jahrhunderts vergleichen, aber diese Werke sind ausgezeichnete Katalysatoren für unser politisches Vorstellungsvermögen. Sie können uns besser verstehen helfen, was passieren würde, wenn die Konstrukteure einer Identität eines Tages streng definieren würden, wer für die Europäer Wirund Siesind. Diese kulturellen und politischen Visionen sind nicht allzuweit entfernt von der manichäischen Welt, die Czesław Miłosz beschrieben hat, in der nur noch Gut (Wir) und Böse (Sie) miteinander ringen: Die Gefahr solcher Visionen besteht darin, dass sie leicht von autoritären und totalitären Kräften ausgenutzt werden können.

            In diesem Fall würde das manichäische TINA-Modell – There is no Alternative(deutsch: Eine Alternative gibt es nicht), das Zygmunt Bauman und Leonidas Donskis beschrieben haben[1], das altgriechische Symbolverdrängen: das Symbol als Scherbe eines zerbrochenen Gefäßes, die nur mit einer einzigen und einzigartigen Scherbe verbunden werden kann, während der Rest ihres Randes, der an diesem Wiedererkennennicht teilhat, jede beliebige Kontur besitzen kann. Übersetzt in die Sprache von Gedächtnis und Identität, würde dies bedeuten: Das Europäische wäre darauf beschränkt, ein gemeinsamer Nenner zu sein, mit Freiraum für seine Bestandteile und also kein vollständig definierter Begriff, weil es sonst dem modernen Bösen dienen würde.

            Europas größtes Problem besteht heute in der Identifikation von gemeinsamen Identitätsaspekten. Wenn man eine gemeinsame europäische Identität und zugleich regionale und nationale Eigenheiten bewahren möchte, muß man einen gemeinsamen europäischen Nenner finden. Obwohl die Geschichte und das Gedächtnis von Europa sehr reich an Ereignissen und Persönlichkeiten sind, werden wir wohl kaum eine Episode oder eine Person finden, die in jedem Winkel unseres Kontinents bekannt und bedeutend genug wären, eine für alle akzeptable Idee zu verkörpern.

Die ewige Frage der russischen Anekdote: Was tun?
          Die Enttäuschung über die neue Weltordnung ist kein neuartiges Phänomen, eine solche Stimmung herrscht nicht zum ersten Mal in Europa. Nach dem Versailler Friedensvertrag war, trotz regionaler Konflikte und Grenzverschiebungen in den neuen Nationalstaaten auch einige Jahre nach Kriegsende, die Zwischenkriegszeit bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs als Epoche der Hoffnung erschienen. Schließlich wurde der kürzlich zuende gegangene Erste Weltkrieg in Großbritannien häufig alsThe War to End All Wars– der Krieg für das Ende aller Kriege bezeichnet.

In einer ähnlichen Verfassung befanden sich Europa und die ganze Welt auch nach dem Fall der Berliner Mauer. Aber nicht nur Neuanfang und Entspannung haben sich wiederholt. Achtundzwanzig Jahre nach Versaille waren die dunklen Wolken, die sich über der Mitte des Kontinents zusammenbrauten, deutlich zu sehen, und die gegenwärtigen Parallelen zur Zwischenkriegszeit sind beunruhigend. Auch heute tauchen nach einer kurzen Phase geopolitischer und kultureller Entspannung in Europa reaktionäre populistische Bewegungen auf. Um es mit Adam Michniks[2]Worten zu sagen – das Beängstigendste an der Moderne ist das, was nach ihr kommt. Das Aufkommen von Fidesz in Ungarn, Prawo i Sprawiedliwość in Polen, der französischen Front National, der Independence Party in Großbritannien, der Alternative für Deutschland und anderen populistischen Bewegungen in den letzten Jahren sagt weniger über Radikalisierungstendenzen in den westlichen Gesellschaften als vielmehr darüber aus, dass im politischen Mainstream viele Fragen der Gegenwart nicht zur Sprache kommen.

Angesichts der Ahnung, was unserem Alten Kontinent möglicherweise bevorsteht, müssen wir dafür Sorge tragen, dass sich die größten Katastrophen der Moderne nicht wiederholen und auf den ersten Blick für selbstverständlich Gehaltenes einer erneuten Prüfung unterziehen.

Hier, in Litauen, heißt das in erster Linie, dass wir unsere Bedeutung für die Region und Europa begreifen müssen. Noch 2006 hat der Soziologe Leonidas Donskis[3]eine optimistische Entwicklung prognostiziert – Litauen würde nicht nur die Mitgliedschaft in NATO und EU fortsetzen, sondern auch seine Zukunft zunehmend selbst planen und Verantwortung für die Stabilität der Region übernehmen können. Doch dies würde nicht nur entsprechende Wertvorstellungen unter litauischen Intellektuellen erfordern, sondern auch politischen Willen oder zumindestens zivilgesellschaftliches Engagement, die über die traditionelle litauische Selbstbezogenheit hinausgingen.

Eine Politik der regionalen und internationalen Solidarität ließe sich durch neue, kühne Ideen und sowie das zivilgesellschaftliche Engagement von jungen Menschen, die von der politischen Konjunktur unabhängig sind, gewährleisten. Ähnliche Prozesse ließen sich auch in der Zwischenkriegszeit beobachten. Die die junge Generation war bekanntlich gegen Ende der 1920er und zu Beginn der 1930er Jahre aktiv am Aufkommen der antidemokratischen Kräfte in Ostmitteleuropa beteiligt, jedoch nur, weil revanchistische Jugendorganisationen durch manipulative Demagogie in der politischen und kulturellen Elite die Oberhand gewannen.

Der Moderne entspringt auch die Idee von der Jugendzeit als einem wertvollen Lebensabschnitt per se. Die Vorstellung, dass ein junger Mensch nicht unbedingt nur ein „unreifer Erwachsener“ ist, hat sich erst nach dem Ersten Weltkrieg durchgesetzt. In den goldenen Zwanzigernbewies ein junger Mann seinen Wert, indem er seine Zeit und seine Energie, sein Engagement und seine soziale Freiheit dafür einsetzte, etwas Sinnvolles für sich und die Gesellschaft zu erschaffen.

Deshalb ist es heute besonders wichtig, ein sicheres Umfeld – in der Art eines Kastalien, das in Hermann Hesses Roman Das Glasperlenspieldargestellt ist – zu schaffen, das Jugendlichen Zeit und Raum bietet, wo sie ohne Vorurteile und ideologische Dogmen heranwachsen können, fern der Machtzentren von Politik und Wirtschaft. Man sollte bedenken, dass Glaubenssätze wie Die Jugend ist unsere Zukunftvöllig unnütz sind, weil Jugendliche im Jetzt und Hier leben: Sie nur auf ihr zukünftiges Erwachsensein warten zu lassen bedeutet, dass sie dazu verdammt werden, in einer Welt ohne Sinn zu leben und sich für eine Karriere zu entscheiden statt sich mit jugendlichem Aufruhr und Idealen der Erneuerung zu beschäftigen. Die Jugend muß ihre eigene Stimme finden, denn sie wird nicht nur bestimmen, welch ein Europa es für zukünftige Generationen geben wird, sondern auch die heutigen kulturellen und politischen Prozesse prägen.

Ein solcher Ort, an dem Jugendliche ihre Zeit verbringen und an wertvollen Erfahrungen reifen können, ist die Universität. Sie ist eine Institution, die jungen Menschen Unabhängigkeit von Karriere- und Machtstreben bieten kann. Inzwischen aber ist die Universität stark gefährdet: Sie stammt aus einer Epoche, in der die Kirche mächtiger war als der Staat, während sie in unserer Ära von Großunternehmen bedroht wird, die dem Staat überlegen sind.

Nicht zufällig wurde die letzte europäische Jugendbewegung von Studenten ausgelöst. Die Generation der Mairevolution von 1968 ist eine jener neuen europäischen Erfahrungen, die unseren Kontinent vereint: Maiproteste haben sowohl in Paris als auch in Prag und Kaunas stattgefunden. Aber das ist bereits Geschichte. Wenn es heute in Europa schwer fällt, gemeinsame Nenner in der Geschichte für eine europäische Identität zu finden, dann bestünde eine solche Gemeinsamkeit in der Gegenwart in der Generation Erasmus.

Europa hat eine wunderbare Geschichte gehabt. In den 1950er Jahren begann die wirtschaftliche Integration, die den westlichen Teil des zersplitterten Kontinents zu vereinen vermochte. Der Erfolg des Projekts Europa läßt sich daher so erklären: Die Staaten unseres Kontinents haben sich an einen Tisch gesetzt, um die größten gemeinsamen Probleme zu besprechen. Zu jener Zeit waren es Probleme der Wirtschaft und der Landwirtschaft, deren Lösung ein gutes halbes Jahrhundert lang die europäische Zusammenarbeit vorantreiben konnte.

Heute jedoch reichen wirtschaftliche Gemeinsamkeiten nicht mehr aus. Die europäische Erzählung, die von Brüssel und Strasbourg ausgeht, ist der Traum von einem idealistischen Liberalismus, den die Politiker und Beamten der EU in der Hoffnung verbreiten, dass der wiederholte Vortrag dieser Erzählung im europäischen Parlament die anstehenden Probleme lösen wird.

Man könnte die europäische Literatur erwähnen, die die Vereinigung der Völker und ein gemeinsames Erleben allgemein menschlicher Erfahrungen fördert sowie zur Erschaffung eines kollektiven Gedächtnisses und einer gemeinsamen Identität beiträgt. Man könnte die Kosmopoliten erwähnen, die keine Heimat haben, überall Freunde finden und auf diese Weise Länder, die sich voneinander entfernt haben, miteinander zu verbinden. Man könnte Religion oder Sprache erwähnen, die uns gleichfalls einander näher bringen. Oft aber geht diese Kultur nicht über das Handlungsfeld der Eliten hinaus. Diese Bereiche sind heute entweder der von Adorno und Horkheimer beschriebenen Kulturindustrie anheim gefallen oder sie dienen Finanzmagnaten als schmückendes Beiwerk. Selbst die Boheme ist heute allzu oft vom Alltag weit entfernt.

Deshalb muß die Jugend den europäischen Alltag selbst diskutieren, befragen und erleben sowie diese Erfahrungen aus dem Machtbereich von Politik und Wirtschaft herausführen. Möglicherweise erfordert es eine Vermischung von Hoch- und Unterhaltungskultur oder auch die Entdeckung von neuen, überraschenden Formen, die von der älteren Generation von Idealisten nicht bemerkt werden? Ein Verständnis des eigenen Werts und der eigenen Rolle ist nicht nur für die Zukunft, die wir erben werden, wichtig, sondern bereits in der Gegenwart.

In Thomas Manns Roman Der Zauberbergempfiehlt sich ein ganz ähnliches Bild. Wenn man den Streit zweier feindlicher Lager in Gestalt von Nafta und Setembrini verfolgt, schlüpft man als europäischer Jugendlicher heutzutage beinahe unwillkürlich in die Rolle von Hans Castorp. Doch Castorp nimmt im Roman an diesen Disputen nicht teil, sondern wirft nur manchmal eine Bemerkung ein, die den Fortgang der Diskussion ermöglicht. Die Jugend der Gegenwart hat in einer ganz ähnlichen Rolle die Gelegenheit, Thesen des Optimismus mit Antithesen des Pessimismus auf neue Weise zu einer Synthese zu verbinden.

Europa als Ort eines kantischen Friedens und Wohlstands ist ein Projekt, das erst vor nicht allzu langer Zeit in Angriff genommen wurde. Es ist wenig erstaunlich, dass man in der europäischen Geschichte eher auf Episoden stößt, die dieser Vision entgegenstehen, weil die Vergangenheit unseres Kontinents größtenteils von Konflikten gekennzeichnet war. Aber einem jungen Europa, das nicht nur im physischen Sinne offen bleibt, sondern auch im Begriff ist, mit neuen Erfahrungen aus dem polarisierten Feld der Diskussionen auszubrechen, bietet sich die Chance von Reformen und der Bewältigung der Herausforderungen der Gegenwart.

Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig