Das Netzwerk Thomas Mann International präsentiert: „Literatur modern – Thomas Mann heute. Zeitgenössische Autor*innen beziehen Stellung!“

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Mit Lesungen von Katharina Adler, Usama Al Shahmani, Priya Basil, Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Eveline Hasler, Jonas Lüscher, Norbert Gstrein, Jindrich Mann und Mithu Sanyal und der digitalen Plattform TMI Research präsentiert sich das Netzwerk Thomas Mann International am 20. September 2021 erstmals der Öffentlichkeit. Im 2017 gegründete Netzwerk haben sich fünf Institutionen aus vier Ländern zusammengeschlossen, die die Lebensstationen des Literaturnobelpreisträgers widerspiegeln: Buddenbrookhaus/Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum (Lübeck), Monacensia im Hildebrandhaus (München), Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich (Zürich/Schweiz), Thomas Mann House/VATMH (Berlin und Los Angeles/USA) und Thomo Manno kultūros centras/Thomas-Mann-Kulturzentrum (Nida/Litauen).

Die Häuser haben ihre Sammlungsbestände auf der gemeinsamen digitalen Plattform TMI Research vereint. Nutzer*innen können ab sofort über die Webseite des Netzwerks Thomas Mann International zentral in den Beständen sämtlicher Institutionen recherchieren und auf die bereits digital zugänglichen Archivalien zugreifen. Die virtuelle Rekonstruktion der Mann-Bestände ist einmalig und für die Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Das Ergebnis präsentiert das Netzwerk erstmals auf der diesjährigen digitalen Jahrestagung der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft am Montag, 20. September, ab 19 Uhr. Es sprechen Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses, Anke Buettner, Leiterin der Monacensia, Lina Motuziene, Leiterin des Thomas Mann Kulturzentrums, Katrin Bedenig, Leiterin des Thomas-Mann-Archivs der ETH Zürich, Heike Catherina Mertens, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Villa Aurora& Thomas Mann House e.V. sowie Agnese Quadri, Projektleiterin Plattform TMI Research seitens der ETH-Bibliothek Zürich.

Unter dem Motto „Literatur modern – Thomas Mann heute. Zeitgenössische Autor*innen beziehen Stellung!“hat das Netzwerk zehn Autor*innen der Gegenwart eingeladen, sich mit der Aktualität der Werke Thomas Manns auseinanderzusetzen: Katharina Adler, Usama Al Shahmani, Priya Basil, Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Eveline Hasler, Jonas Lüscher, Norbert Gstrein, Jindrich Mann und Mithu Sanyal beleuchten überraschende und teils sehr persönliche Aspekte ihres Verhältnisses zu Thomas Mann. Olga Grjasnowa, Jonas Lüscher und Usama Al Shahmani debattieren im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft am Montag, 20. September, ab 20 Uhr live im Thomas-Mann-Archiv Zürich darüber, welche Kontinuitäten und Brüche Thomas Manns Werk aus gegenwärtiger Sicht bestimmen, was die spezifische Modernität des Schriftstellers ausmacht und ob diese noch anschlussfähig ist. Moderiert wird die Diskussion von Beate Tröger. Die Positionen und von den Autor*innen selbst gelesenen Essays werden ab sofort sukzessive als Filmbeiträge auf der Webseite thomasmanninternational.comveröffentlicht.

„Thomas Mann International“ dankt dem Deutschen Literaturfonds für die großzügige Unterstützung des Projekts.

Die digitale Herbsttagung der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft findet vom 19. bis 25. September 2021 über die Plattform Zoom statt. Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter www.thomas-mann-gesellschaft.de. Informationen zum Netzwerk „Thomas Mann International“ und die Filmessays sind unter thomasmanninternational.com zu finden.

Kontakt: Alice Klose, info@thomasmanninternational.com

Thomas Mann International wird von der Berthold Leibinger Stiftung gefördert

 Das Netzwerk Thomas Mann International

 LÜBECK – BUDDENBROOKHAUS

In der Mengstraße 4 in Lübeck steht eines der berühmtesten Literaturmuseen der Welt: Das Buddenbrookhaus ist Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“ und der Schriftstellerfamilie Mann gewidmet. Als Ausstellungs- undVeranstaltungsort will das Museum Besucher*innen für Literatur begeistern und zur Diskussion gesellschaftlicherFragen anregen. Das Buddenbrookhaus versteht sich als Bildungsort und Forum für Debatten. Es bietet Führungen, Workshops, Lesungen und Vorträge an. Archiv und Forschungsstelle legen ihre Sammlungs- und Arbeitsschwerpunkte auf Heinrich und Thomas Manns Leben und Werk und auf den Roman „Buddenbrooks“. Bis 2024 wird das Buddenbrookhaus umgebaut und erweitert. So lange wird das Museum mit Ausstellungen im Museum Behnhaus Drägerhaus sowie mit Veranstaltungen, Shop und Infocenter im Rathausinnenhof inmitten der Lübecker Altstadt präsent bleiben.

Informationen unter: https://buddenbrookhaus.de
Kontakt: info@buddenbrookhaus.de

 MÜNCHEN – MONACENSIA

Die Einrichtung der Münchner Stadtbibliothek vereint unter dem Dach der Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand das Literaturarchiv der Stadt München sowie eine Forschungsbibliothek zum kulturellen Leben der Stadt. Mit den kompletten Archiven von Klaus und Erika Mann, über 800 Dokumenten von Thomas Mann sowie zahlreichen Briefen, Manuskripten und Fotografien von Golo, Monika, Michael und Elisabeth Mann ist die Monacensia eine international gefragte Forschungsstelle zur Familie Mann. Deren literarischen Werken ist eine eigene Freihandbibliothek gewidmet.

Als literarisches Gedächtnis der Stadt München pflegt die Monacensia durch vielfältige Formen der Literaturvermittlung den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Informationen unter: www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia
Kontakt: monacensia.literaturarchiv@muenchen.de

NIDA – THOMAS MANN KULTURZENTRUM

Das Thomas-Mann-Kulturzentrum ist im multiethnischen Gebiet der litauischen Ostseeküste gelegen und fördert den Austausch über Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas.

Als unabhängig denkender Intellektueller ist Thomas Mann Schirmherr unseres Programms undsymbolischer Gastgeber unserer Veranstaltungen. Unser Haus bietet folgende Veranstaltungen an: Internationale wissenschaftliche Seminare mit Schwerpunkt Germanistik, Erinnerungs- und Kulturgeschichte. Übersetzungswerkstätten zur Förderung und Austausch von Nachwuchsübersetzer*innen. Ausstellungen, Lesungen, Kammerkonzerte und thematische Kaminabende. Ein jährliches, internationales Sommerfestival mit Musik, Literatur, Diskussionen, Filmen und Kunst.

Informationen unter: www.mann.lt
Kontakt: mann@mann.lt

ZÜRICH – THOMAS-MANN-ARCHIV

Das Thomas-Mann-Archiv macht den literarischen Nachlass Thomas Manns für Fachleute und die interessierte Öffentlichkeit frei zugänglich. Weltweit besitzt es die meisten Originalbestände zu Thomas Mann und ist die wichtigste auf den Autor spezialisierte Forschungsstelle. Zudem ist hier Thomas Manns letztes Arbeitszimmer mit Schreibtisch, Kunstobjekten und seiner Privatbibliothek in einer Dauerausstellung kostenlos zu besichtigen. Zur Online-Recherche stehen drei Plattformen zur Verfügung: online.tma.ethz.ch erschließt sämtliche Werkhandschriften, Korrespondenzen und Presseartikel, tma.e-pics.ethz.ch bietet kostenlos über 2000 rechtefreie Fotos an, und in nb-web.tma.ethz.ch sind die Lesespuren in Thomas Manns Bibliothek recherchierbar.

Informationen unter: www.tma.ethz.ch
Kontakt: tma@library.ethz.ch

LOS ANGELES – THOMAS MANN HOUSE

Das Thomas Mann House in Los Angeles ist ein Residenzhaus der Bundesrepublik Deutschland, in dem herausragende Persönlichkeiten grundlegenden politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Gegenwarts- und Zukunftsfragen im Dialog mit dem Gastland nachgehen. Das interdisziplinäre Programm ist dem Geist Thomas Manns verpflichtet, der in diesem Haus von 1942 bis 1952 lebte, seine großen Werke „Joseph der Ernährer“ und „Doktor Faustus“ schrieb und sich intensiv mit Fragen nach den Wurzeln des Faschismus, nach demokratischer Erneuerung, Freiheit, Migration und Exil auseinandergesetzt hat. Hier entstanden auch die meisten seiner BBC-Rundfunkansprachen an „Deutsche Hörer!“. Das Thomas Mann House knüpft daran an und fördert den transatlantischen Dialog durch ein Residenzprogramm und Veranstaltungen mit Partnern in den USA und Deutschland. Träger des Hauses ist der Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. mit Geschäftssitz in Berlin.

Informationen unter: www.vatmh.org
Kontakt: Heike Catherina Mertens, Tel. 030 20 62 36 40, heike.mertens@vatmh.org